Reflexzonen &
Organsprache
Heilwerden an Leib und Seele
.... »Wir werden krank, weil unsere Zellen in ihrem Projekt
von uns zu keiner Zusammenarbeit
finden können«
(Th. von
Uexküll), dann
dürfen wir dies so interpretieren, daß unsere Organe
jeweils eine Idee verkörpern. Es ist geradezu eine
Aufforderung, den seelischen Aspekten in
unserem Organismus einen größeren Platz
einzuräumen und die Einheit von Leib und Seele
anzuerkennen.
....finden wir weltweit auf allen Kontinenten in jeder Sprache
Redewendungen und Ausdrucks-
weisen, mit denen seelische Probleme zum Ausdruck gebracht werden. Die
»Organsprache«
beschreibt einen seelischen Zustand mit organbezogenen Bildern.
»Mir läuft die Galle über«,
»Jemand hat kein Rück grat«,
»Etwas geht uns an die Nieren« oder »Das
hat er bis heute
nicht verdaut«.
.....Die Reflexzonen beschränken sich nicht nur darauf,
Störungen zu entdecken, sondern
erlauben uns auch, diese auszugleichen und darüber hinaus
sogar das archetypische
Wesen der Organe anzusprechen. Mit geeigneten Techniken können
wir die Grundbefind-
lichkeit eines Organs erspüren und es in seiner Funktion
stärken. Eines der Ziele besteht dabei
zweifellos darin, eine umfassende Gesundheit zu erlangen, eine
Gesundheit, die nicht nur als
die Abwesenheit von Krankheit zu verstehen ist. Es geht darum, das
großartige »wohlige
Schweigen der Organe« immer stärker zu erleben und
das harmonische Zusammenspiel
aller Kräfte und Energien in uns zu erahnen.
MUNDRAUM
Das Wolfsrudel – Abwehr in Gemeinschaft
Isegrimm nannten unsere Vorfahren den Wolf. Bösartig sei
er, hinterhältig, heimtückisch und
blutrünstig. Auch in den Sagen und Märchen kommt er
nicht gut weg. Dabei sind Rotkäppchen und die Geschichte von
den sieben Geißlein noch die harmloseren
Varianten, wenn wir es mit den altgermanischen Mythen vergleichen, in
denen der Fenriswolf ein fürchterliches Ungeheuer ist.
.....Schauen wir uns die positiven Seiten der Wölfe genauer
an, finden wir eine kontrollierte
Aggression, eine intelligente Art zu jagen und einen
ausgeprägten Gemeinschaftssinn.
Übertragen auf unseren Körper, finden wir das
Organsystem, das hierzu
am besten paßt, in den Funktionen des Mundraums.
»Die Zähne zeigen«, »sich
durchbeißen« oder »Biß
haben« sind Redewendungen,
die für einen positiven Umgang mit der Aggression stehen. Die
Entsprechungen
beschränken sich aber nicht nur auf die seelischen Bereiche.
Auf der körperlichen
Ebene waren die Zähne über ihre Funktion als
Kauwerkzeuge hinaus schon immer
gefährliche Waffen zum Ergreifen, Reißen und
Zerteilen der Beute.
Verborgen unter der Mundschleimhaut befindet sich ein weiteres
Organsystem,
das die kontrollierte Aggression und den Aspekt des perfekten
Zusammenspiels eben -
so zum Ausdruck bringt: der lymphatische Rachenring. Dazu
gehören die Gaumen und
Rachenmandeln und das gesamte mundständige immunkompetente
Gewebe.
Dort registrieren die Abwehrzellen sofort jeden Eindringling. Sollte
hier etwas
durchschlüpfen,.......
LEBER
/ GALLE
Krieger und Amazonen – mutig und gelassen

Diese Grundhaltung, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse
einem größeren Ziel
unterzuordnen, charakterisiert das Wesen des Kriegers. Dadurch wird
deutlich, daß
der Weg des Kriegers – oder der Amazone –
keineswegs auf das militärische Handwerk
beschränkt ist.
Wir finden Kriegerpersönlichkeiten in
allen Bereichen, wo
Menschen eine Idee verfolgen und bereit sind, dafür zu
kämpfen. Beispiele hierfür
sind Spitzensportler, Anwälte, Politiker oder Schriftsteller,
aber auch die Heldinnen
und Helden des Alltags, die für bessere Lebensbedingungen
eintreten, die sich um
mehr Krippenplätze für die Kinder engagieren oder die
ihre Stimme für eine
gesunde Umwelt erheben. Jedes Zeitalter hat
Kriegerpersönlichkeiten hervorgebracht.
Die Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer (1952), Martin
Luther King
(1964), Mutter Theresa (1979), der Dalai Lama (1989) oder Wangari Muta
Maathai
(2004) gehören sicher zu jenen unserer Zeit.
......Für unabhängigere und bessere
Entscheidungsfindungen dürfen wir die Leber über die
Reflexzonen an den Händen und Füßen
stärken. Damit geben wir unserem
inneren Krieger bzw. unserer inneren Amazone mehr Aufmerksamkeit und
erhalten
im Gegenzug mehr Mut und eine größere Zufriedenheit
bei der Umsetzung unserer Vorhaben.
H E R Z
Der Engel – Die barmherzige Hilfe
Niedlich sind sie, unsere Engel. Als wohlerzogene Fledermäuse
des Himmels helfen
sie uns aus allen möglich Mißlagen, in die wir uns
begeben haben. Dieses Engelbild
bevölkert in Scharen die Literatur, die »Gelben
Engel« des ADAC vermitteln uns
eine sichere Autofahrt, der »Blaue Engel« zeugt
für umweltfreundliche Produkte,
und auch in der Werbung mangelt es nicht an Engeln. Sie alle
verheißen uns Schutz,
Geborgenheit, Hoffnung, Begleitung und nicht zuletzt ein
sinnenfreudiges Lebensgefühl.
Wer kann da widerstehen?
.....Das Zauberwort heißt voller Einsatz mit ganzem Herzen,
denn
selbst Worte werden schal, wenn sie nicht aus der Tiefe des
Herzens gesprochen werden.
Dem Herzen begegnen wir im Alltag in vielen Redewendungen. Wir
können uns »ein Herz fassen« und
»es kann vor Freude
hüpfen«. Es kann aber auch »bis zum
Halse schlagen«, »in die Hose rutschen«,
»verrückt spielen«,
»stolpern« oder sogar
»brechen«.
Wenn wir das Herz so wahrnehmen, geht das Thema weit über die
Funktion einer
Blutpumpe hinaus. Dabei dürfen wir auch die Bedeutungen des
Herzens in der chinesischen
Akupunkturlehre mit einbeziehen. Dort hat das Herz die Funktion eines
Kaisers, der mittels Geist und Seele über die gesamten
Lebensfunktionen wacht und
das Bewußtsein wie auch die Einsicht vermittelt. Vor allem
gehören dazu die Lust, die
Begeisterung und die Freude mit ihrem Ausdruck im Lachen –
auch über uns selbst.