Nach Broy zeigt die Iris:
- Reizsituationen der Gewebe
- Energieflußstörungen
- Humorale Zustände
Ausgehend von der uralten intuitiven Augenschau, die in vielen Kulturen
bekannt war, begannen die Irisdiagnostiker ab Mitte des 19.
Jahrhunderts dieses Diagnosesystem immer genauer auszufeilen. Dabei
kamen deren Vertreter immer wieder an ihre Grenzen, denn bei nur etwa
60% der sichtbaren Iriszeichen fanden sich auch pathologisch
nachweisbare Befunde. Andersherum allerdings, bei klaren
Organschäden zeigen sich mit einer hohen Trefferquote auch
entsprechende Zeichen in der Iris. Diese Diskrepanz ließ sich
nach und nach durch die Art der Störungen erklären,
die in
den Augen sichtbar wird:
Die Irisdiagnose ist ein wichtiges Diagnoseinstrument, das die
Qualität der vegetativen Regulation anzeigt. Insbesondere geht
es
dabei um die Impulse des Sympathikus. Diese sind bereits lange vor
einem manifesten Organproblem gestört. Das Wissen darum bietet
eine Grundlage für frühzeitige Maßnahmen
zum Erhalt
bzw. Wiedererlangung der Gesundheit und es bietet einen Ansatz
für
ein systemübergreifendes Denken und Handeln in der Therapie.
In
dieser Zusammenstellung können wir nicht auf die Zeichenlehre
der
Irisdiagnose eingehen. Dafür stehen berufenere Autoren mit
ihren
Werken zur Verfügung, die mitunter in ihrem Lebenswerk der
Irisdiagnose verschrieben haben. Unsere Absicht besteht darin, dieses
System im Reigen der Somatotopien in ihrer Grundstruktur darzustellen
und die Nutzer anzuregen, sich in diese faszinierende Methode zu
vertiefen.