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Behandlung - Injektionen - Neuraltherapie


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Als Ferdinand Huneke, der Vater der Neuraltherapie um 1930 einmal gefragt wurde, was sein Hobby wäre, meinte er "Novocain". Dieser Stoff und seine Injektionen sollten ihn berühmt machen. Als Alternative mit gleicher Wirkung wurden später das Lidocain und weitere Abkömmlinge davon entwickelt. In ihren Wirkungsweisen stabilisieren diese Stoffgruppen die Zellen.

Bei starken Reizen oder Schmerzen steigt die Durchlässigkeit der Zellmembranen. Dadurch kommt es zum Austritt von intrazellulärem Kalium bei gleichzeitigem Einstrom von Natrium mit der Folge einer Entladung des bioelektrischen Potentials der Zellen.

Procain (Novocain) bzw. Lidocain unterbrechen diese Diffusionsprozesse. Damit wird der Natriumeinstrom unterbrochen, die Erregbarkeit der Zellen vermindert und das Membranpotential stabilisiert. Dadurch kommt es zu schmerzlindernden, kapillarabdichtenden, antiphlogistischen, antihistaminischen und spasmolytischen Effekten. Die Wirkungen sind nicht abhängig von der Dosis, sondern vom genauen Ort der Injektion. Je präziser die Lokalisation desto wirksamer ist die Maßnahme. Dies gilt natürlich auch für die neuraltherapeutischen Injektionen in die Reflexzonen.

Für die Reflexzonenanwendungen hat sich eine erweiterte Variante der Neuraltherapie besonders bewährt: Durch Beimischen von spezifischen homöopathischen Injektionspräparaten können die jeweiligen Indikationen noch gezielter angegangen werden. Als beste Verdünnung hat sich dabei ein Mischungsverhältnis von

Procain 1% / Lidocain 0,5% : NaCl : hom. Injektionspräparat = 1 ml : 2 ml : 2 ml

Ungeachtet der Verdünnung müssen auch bei diesen neuraltherapeutischen Injektionen, die inzwischen nur mehr intracutan erfolgen, alle Anwendungsvorschriften, Vorsichtsmaßnahmen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen der Neuraltherapie beachtet werden  => siehe weitere Infos

Da diese Reflexzonenvariante der Neuraltherapie sehr intensiv auf das Grundregulationssystem des Pischinger-Raums einwirkt, sollten diese Anwendungen unbedingt durch stoffwechselbegleitende Maßnahmen kombiniert und ergänzt werden.


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weitere Literatur*

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Wissenswertes zur Neuraltherapie nach Huneke Dosch, P.; Wissenswertes zur Neuralt- herapie nach Huneke 1997



Neuraltherapie nach Huneke Fischer, L.; Neural- therapie nach Huneke 2007




Wancura-Kampik, I; Segment-Anatomie Wancura- Kampik, I; Segment- Anatomie Der Schlüssel zu Akupunktur, Neuraltherapie und Manualtherapie
2008


Neuraltherapie in der Praxis Weber, K.; Neural- therapie in der Praxis 2004





Bildatlas der Neuraltherapie mit Lokalanästhetika Dosch, M.; Bildatlas der Neuraltherapie mit Lokal- anästhetika 2004



Schmerztherapie, Neuraltherapie Abel, B.; Schmerz- therapie, Neuraltherapie 2001



Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke Dosch, P.; Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke 1996



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  ©Ewald Kliegel  mail: info{@}reflex-zonen.de